Im Internet zirkulieren seit einigen Tagen mutmaßlich geheime US-Dokumente. Washington prüft noch die Echtheit des Leaks, zeigt sich aber bereits besorgt. Derweil ändert die Ukraine einem Medienbericht zufolge aufgrund der veröffentlichten Dokumente ihre Militärstrategie.
In den vergangenen Tagen tauchen zahlreiche Dokumente im Internet auf, die unter anderem Plänen der USA und der NATO zur Unterstützung einer ukrainischen Militäroffensive im Frühjahr gegen Russland zeigen sollen. Nun zeigt sich das US-Verteidigungsministerium alarmiert.
Durchgestochene US-Dokumente belasten die Unterstützung des Westens für Kiew. Doch die Ukraine bemüht sich um Schadensbegrenzung. Selenskyj fühle sich nicht von Washington bespitzelt, die Militär-Offensive sei nicht gefährdet und angebliche Geheiminfos seien überhaupt nicht geheim, sagt sein Berater.
Berichte über Munitionsmangel in Russlands Angriffskrieg sind nichts Neues: Mit Ägypten soll der Kreml US-Geheimdienstdokumenten zufolge einen neuen Lieferanten für Raketen gefunden haben. Allerdings kann laut US-Regierungsbeamten die Echtheit der Dokumente nicht garantiert werden.
Die US-Regierung ist alarmiert. Seit Wochen kursieren im Internet offensichtlich geheime Dokumente. US-Verteidigungsminister Austin betont: "Wir nehmen die Sache sehr, sehr ernst." Zugleich versucht Washington, die besorgten Verbündeten zu beruhigen.
Noch ist weder klar, wer die geheimen US-Dokumente ins Internet gestellt hat, noch inwiefern es sich um echte Informationen handelt. Derweil gelangen immer mehr sensible Details an die Öffentlichkeit. So deuten die Papiere offenbar auf einen Einsatz von Elitekräften der NATO-Staaten in der Ukraine hin.
Seit geheime US-Dokumente öffentlich wurden, ermittelt das Pentagon auf Hochtouren, wer hinter dem Leck steckt. Einem Bericht zufolge ist dies nun gelungen: Ein ehemaliger Mitarbeiter einer US-Militärbasis soll die Papiere gepostet haben. Der Mann habe eine düstere Meinung von der US-Regierung, heißt es.