Für Aussagen über Europas künftige Rolle zwischen China und den USA ist Frankreichs Präsident in die Kritik geraten. Nun erhält er Deckung von SPD-Fraktionschef Mützenich. Der stichelt zudem gegen Außenministerin Baerbock.
Mit seiner Forderung nach einer unabhängigen Haltung Europas im Konflikt zwischen China und Taiwan sorgt Emmanuel Macron im Westen vor allem für Empörung. Nun springt ihm SPD-Fraktionschef Mützenich zur Seite: Die EU dürfe nicht als "Anhängsel der USA" erscheinen. Lob kommt auch von Chinas Medien.
Frankreichs Präsident Macron verteidigt seine Haltung zu mehr Unabhängigkeit Europas von den USA und China und legt nach. "Frankreich habe das Recht, für sich selbst zu denken", so Macron. Der niederländische Premier Rutte springt ihm bei, betont jedoch die Verbindung zu den USA.
Während Außenministerin Baerbock in China den diplomatischen Spagat versucht, erntet sie aus der eigenen Regierungskoalition Kritik für ihre China-Politik. Die mahnenden Worte von SPD-Fraktionschef Mützenich finden auch bei seinem Vize Zustimmung. Matthias Miersch fordert bei ntv eine "gemeinsame Haltung" Europas.
Auf ihrer Chinareise betont Außenministerin Baerbock, warum Spannungen zwischen China und Taiwan Deutschland etwas angehen. Sie fordert eine Deeskalation und erläutert, wie es um eine gemeinsame europäische Chinapolitik steht. Dabei kommt sie auf Emmanuel Macron zu sprechen.