Vor eineinhalb Jahren setzte Axel Springer seinen damaligen »Bild«-Chefredakteur vor die Tür. Nun erwägt der Verlag nach SPIEGEL-Informationen Klagen in Millionenhöhe.
Die »Zeit« veröffentlicht Mails und Chatnachrichten von Axel-Springer-Chef Mathias Döpfner. Darin beleidigt er Ostdeutsche, begrüßt den Klimawandel – und weist den damaligen »Bild«-Chef an, vor der Wahl die FDP hochzuschreiben.
»Entweder Kommunisten oder Faschisten«: Mit solchen Abwertungen soll sich Springer-Chef Mathias Döpfner über Ostdeutsche geäußert haben. In der Konsequenz müsse er entlassen werden, sagt der Ostbeauftragte Schneider.
Nach Bekanntwerden abschätziger E-Mails und Chats steht der Vorstandsvorsitzende des Springer-Verlags massiv in der Kritik. Jetzt versucht sich Mathias Döpfner an einer Erklärung.
Er bezeichnete Ostdeutsche als »Faschisten« oder »Kommunisten«, trommelte für die FDP und verglich die Coronamaßnahmen der Merkel-Regierung mit dem Jahr 1933. Nun gibt sich der Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner kleinlaut.
Der Anwalt von Ex-»Bild«-Chefredakteur Julian Reichelt droht Journalisten, die über seinen Mandanten berichten, vorsorglich mit Klage. Und sorgt damit für neue Konflikte in seiner Kanzlei.
Die Lästereien von Springer-Chef Döpfner über Ostdeutsche nutzt ein Thüringer Unternehmen für einen PR-Gag: Der Nougatproduzent Viba beteuert, weder faschistisch noch kommunistisch zu sein – und empfiehlt seine Produkte als Alternative zur »Bild«.