Nach Einschätzung der Analysten des ISW sind die russischen Streitkräfte in der Defensive. Die Kritik des gerade geschassten Generals scheint das zu bestätigen. Schwere Probleme in den Kommandostrukturen dürften die russischen Truppen zusätzlich schwächen.
Die in der Südukraine stationierten russischen Verbände leiden nach Ansicht der Denkfabrik ISW unter Nachschubproblemen. Die Beschädigung der Krim-Brücke könnte die Situation verschärfen, so die US-Experten. Auch, weil russische Touristen die Straßen verstopfen.
Die zugesagte Stationierung einer Bundeswehr-Brigade in Litauen wird als starkes Zeichen gewertet, die Umsetzung dürfte sich jedoch schwierig gestalten. Sowohl die Herausforderung an die Truppe als auch an den Standort im Baltikum sind enorm.
Die Regierungen des Golfemirats Katar sowie Marokko sollen Vertreter des EU-Parlaments bestochen haben, um so die Politik der EU zu beeinflussen. In Belgien führt die Polizei nun sechs Razzien durch, unter anderem bei der Abgeordneten Marie Arena.
Die Türkei hat derzeit diplomatisches Gewicht. Das Land pflegt Kontakte in die Ukraine wie nach Russland, kontrolliert zudem mit dem Bosporus die Ausfahrt aus dem Schwarzen Meer. Die deutsche Außenministerin Baerbock sieht die Zeit für eine Reflexion der Beziehungen gekommen, zieht aber bei einem Thema klare Grenzen.
In der letzten Sendung vor der Sommerpause hat sich Markus Lanz am Donnerstagabend mit seinen Gästen über die Diskussionskultur und die Aktionen der "letzten Generation" unterhalten. Dabei erklärt ein Klimaaktivist seine Vorstellung von dem Gesellschaftsrat, den die Klimakleber fordern.
Fridays for Future löchert die FDP: Die Klima-Aktivisten legen der Bundestagsfraktion 101 Fragen vor - und die werden jetzt auch beantwortet. Dabei nehmen die Liberalen für sich in Anspruch, das ambitionierteste Klimaschutzprogramm aller Parteien zu haben.
Seit 13 Jahren sind die Konservativen in Großbritannien an der Macht, die letzten Jahre waren jedoch von mehreren Skandalen geprägt. In Umfragen liegt die Labour-Partei deutlich vorne. Umso wichtiger werden die Nachwahlen für das Unterhaus - mit durchwachsenem Ausgang für die Regierungspartei.
Der SPD-Erfolg im Osten war ein Schlüssel für Scholz' Kanzlerschaft. Doch die Stimmung ist gekippt, die AfD auf dem Vormarsch. Der SPD-Vorsitzende Klingbeil bekommt bei einem Besuch in der Lausitz zu spüren, wie groß die Enttäuschung von der Politik ist - und will erst recht dagegenhalten.
Die Krim-Brücke ist wichtig für die Versorgung der 2014 von Russland annektierten Halbinsel. Über diesen Weg kommt allerdings auch Munition an die Front. Und jede Anlage, die Krieg und nicht Frieden bringe, müsse neutralisiert werden, sagt der ukrainische Präsident.
Die To-Do-Liste der Truppe hat es in sich: 10.000 Ukrainer ausbilden, Heeresdivision für die NATO aufstellen und neuerdings soll es auch noch eine feste Brigade in Litauen geben. Sicherheitsexperte Masala zur Frage, ob Pistorius zu viel von der Bundeswehr verlangt.
Der frühere Gouverneur Chris Christie bewirbt sich mal wieder um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner. An eine echte Chance glaubt er wohl nicht einmal selbst. Sein Ziel ist ein anderes: Trump stoppen. Für die Demokratie - aber Christie hat auch eine Rechnung zu begleichen.
Israel droht aus Sicht vieler Israelis die Abschaffung der Demokratie. Premier Netanjahu will seine Justizreform gegen alle Widerstände durchdrücken, vielleicht noch heute. Israel-Experte Schneider über die Macht der Straße und die Angst vor einem Bürgerkrieg.
In der Lüneburger Heide zeigt sich das Dilemma moderner Klimapolitik: Die Zukunft soll der Schiene gehören, aber nicht unbedingt, wenn die eigenen Wähler betroffen sind. Weshalb der SPD-Chef nun gegen eine Bahnstrecke kämpft.
Die Schweiz hält sich bei Sanktionen gegen Russland zurück und wahrt ihr Verständnis von Neutralität. Kritiker sehen darin eine Unterstützung für Putins Angriffskrieg. Ein großes Schlupfloch, um die westlichen Sanktionen zu umgehen, seien Banken und Rohstoffhandel in der Alpenrepublik.
Die Bundesregierung und die USA blicken mit Sorge auf die sich vertiefenden Spannungen in Israel. Während das Auswärtige Amt zum Dialog zwischen Regierung und Opposition aufruft, bezeichnen die USA die Entscheidung, einen Teil der Justizreform zu billigen, als "bedauerlich".
Die seit Monaten andauernden Proteste in Israel eskalieren nach der Verabschiedung der umstrittenen Justizreform. Die Ärztekammer streikt, auch der Gewerkschaftsverband droht mit einem Generalstreik. Viele Zeitungen sprechen von einem "schwarzen Tag für die israelische Demokratie".
Die Ampel will die Freigabe von Cannabis in diesem Jahr regeln, doch die Pläne müssen noch einen europarechtlichen Check bestehen. Auf Initiative der CSU zeigt der Wissenschaftliche Dienst des Bundestags auf, welche Fallstricke die bekannt gewordenen Pläne von Gesundheitsminister Lauterbach haben.
Man dürfe in Ostdeutschland »der AfD die Straßen und die Köpfe nicht überlassen«, mahnt der Linken-Vorsitzende Martin Schirdewan in einem Interview. Es fehle an Aufmerksamkeit für ostdeutsche Erfahrungen – auch in der Politik.
Das Umfrage-Hoch der AfD versetzt nicht nur die politische Konkurrenz in Aufruhr, auch die deutsche Wirtschaft warnt. Die Politik müsse sich mit unzufriedenen Bürger auseinandersetzen, fordern Arbeitgeber- und Handwerkschefs. Sie müsse effizient handeln. Die Ampel tue das aber nicht.
Die Junta in Mali behinderte die Drohnenaufklärung durch die Bundeswehr zuletzt massiv, nun ist der Einsatz beendet. Künftig soll das Spezialgerät offenbar an der Nato-Ostflanke eingesetzt werden – mit Anpassungen.
Die vor Monaten angekündigte Justizreform spaltet die israelische Gesellschaft. So sehr, dass einige sogar bürgerkriegsähnliche Zustände befürchten. Nun äußert die deutsche Regierung Sorge um das Land - hält sich aber mit Kritik noch zurück.
Ein 37 Jahre junger Millionär aus Ohio mit indischen Wurzeln bewirbt sich um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner. Aussichtslos? Keineswegs. Eine Reihe von Gründen spricht für Vivek Ramaswamy.
Während die Dramatik auf der Insel Rhodos ein wenig nachlässt, rücken die Waldbrände auf dem griechischen Festland wieder in den Fokus. Die Feuer nähern sich der Hafenstadt Volos. Der griechische Zivilschutz evakuiert zwar rund 20 Ortschaften. Für zwei Menschen kommt dennoch jede Hilfe zu spät.
International stößt der Putsch in Niger auf Ablehnung. Im Land selbst festigen die Putschisten ihre gewaltsam eroberte Stellung: Der Generalstab der Armee unterstützt die umstürzlerischen Kräfte in den eigenen Reihen. Präsident Bazoum bemüht sich derweil, sich an der Macht zu halten.
Es ist ein harter Schlag, nicht nur für die Bevölkerung im Niger, auch für Europa und Deutschland. Der Staatsstreich im Niger durch ranghohe Armeegeneräle kann und wird wohl für ganz Afrika und auch Europa weitreichende Folgen haben.
Der Niger galt als Schlüsselland für das militärische Engagement Deutschlands in Westafrika – bis die Militärs die Macht an sich rissen. Nun mehren sich in Berlin die Rufe nach einem Kurswechsel.
Eine Stadt in Sachsen-Anhalt schlägt Alarm: Die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung bringe den Ort offenbar an seine Grenzen. In einem Brandbrief an Olaf Scholz zählt der Stadtrat eine Reihe von Vorschlägen auf - darunter eine stärkere Überwachung der EU-Außengrenzen.
Zentrale Forderungen der AfD, wie der Austritt aus der Europäischen Union oder die Abschaffung des Euro, stoßen in Deutschland auf breite Ablehnung. Die Zustimmung zu einigen solcher Positionen ist teils deutlich geringer als die Umfragewerte der AfD vermuten lassen könnten.
Israel kritisieren? Das haben die meisten Bundesregierungen bisher vermieden. Doch deutsche und israelische Diplomaten halten die Zurückhaltung für falsch: Spätestens jetzt müssen die Ampel-Minister lauter auftreten.
Die Regierung will mit einem LNG-Terminal auf Rügen die Gasversorgung sichern – und hat viele Inselbewohner gegen sich. Es geht um die Natur, um den Tourismus, und nicht zuletzt um die Frage, wie das Deutschland der Zukunft aussieht.
Bei rund 20 Prozent steht die AfD im Trendbarometer von RTL und ntv. In Ostdeutschland sind die Werte noch einmal deutlich besser. Das stellt vor allem die CDU vor Probleme. Ihr droht die größte Zerreißprobe ihrer Geschichte.
Seit Beginn des russischen Überfalls gibt es die Vermutung, dass auch deutsche Extremisten in der Ukraine kämpfen. Das Bundesinnenministerium liefert dafür erstmals Zahlen. Demnach sind es zwar nicht viele, doch von denen, die extra dafür ausgereist sind, stehen deutlich mehr auf der Seite des Kremls.
Nach dem Staatsstreich wächst international die Sorge um Stabilität und Sicherheit im Sahel. Besonders genau beobachtet Frankreich die Lage. Denn der Niger ist sein letzter lokaler Partner im Anti-Terror-Kampf im Sahel in der Region - und zugleich eine wichtige Uran-Quelle für die französische Atomkraft.
Den wichtigsten Teil der Justizreform in Israel hat die Knesset Anfang der Woche beschlossen. Der Protest dagegen treibt immer noch massenweise Menschen auf die Straße. Ein früherer Spitzenbanker warnt auch vor den wirtschaftlichen Folgen, die der Justizumbau schon jetzt habe.
Schon direkt nach der Wahl in Spanien gibt es keinen klaren Sieger, die vollständige Auszählung der Stimmen macht alles noch schwieriger. Die Konservativen bekommen einen Sitz mehr, der ursprünglich den Sozialdemokraten von Ministerpräsident Sánchez zugesprochen wurde. Das Rechnen beginnt.
Gegen ihre frühere Fraktionschefin Wagenknecht will die Linke ein Zeichen setzen - mit der Nominierung der Aktivistin Rackete zur Spitzenkandidatin für die Europawahl. Auf der politischen Bühne vertreten die Frauen oft gegensätzliche Positionen. Außer bei einem Thema.
Nach dem Sturz des demokratisch gewählten Präsidenten in Niger demonstrieren Unterstützer der Putschisten in der Hauptstadt Niamey. Sie befürchten eine Invasion zugunsten der alten Regierung durch die Nachbarländer. Der Zorn der Demonstranten richtet sich aber auch gegen Frankreich.
Nicht nur die ehemalige Kolonialmacht Frankreich stellt sich gegen den Putsch in Niger. Auch die Nachbarländer fordern eine umgehende Rückkehr zur verfassungsgemäßen Ordnung. Die westafrikanische Staatengemeinschaft Ecowas will andernfalls auch Gewalt gegen die Putschisten einsetzen.
Die Putschisten im Niger haben ausländisches Militär vor dem Eingreifen gewarnt, westafrikanische Staaten drohen mit Gewalt. CDU-Politiker Kiesewetter rät dazu, sich für die Dauer der Putschphase zurückziehen.
Einen operativen Durchbruch hat die Ukraine bei ihrer Offensive gegen die russischen Besatzungstruppen bislang nicht erreicht. Was der Ukraine für einen Erfolg fehlt, erklärt der Oberst Markus Reisner am Beispiel der "Operation Cobra" aus dem Zweiten Weltkrieg.
Die Zukunft der Bundeswehr im Krisenland Niger ist ungewiss. Verteidigungsminister Pistorius sieht keinen Grund für einen schnellen Abzug und verweist auf Zusagen der Putschisten.
Maximilian Krah gibt sich weltläufig, doch der Sachse ist ein Hardliner mit einem Faible für China und Russland. Als Spitzenkandidat für die Europawahl arbeitet er sich an der EU ab – und gibt noch Datingtipps auf TikTok.
Aus dem Militärputsch im Niger könnte sich ein Flächenbrand in Westafrika entwickeln. Der regionale Staatenbund Ecowas hatte ultimativ die Wiedereinsetzung des gewählten Präsidenten gefordert und andernfalls mit einem gewaltsamen Eingreifen gedroht. Zwei benachbarte Militärdiktaturen wollen den Putschisten jedoch zur Hilfe kommen.
Markus Söder gehört zu den meistfotografierten Menschen in Bayern. Dies zeigt sich nicht nur in sozialen Netzwerken, wo der bayerische Ministerpräsident sich gern in Bierzelten und auf Volksfesten ablichten lässt, sondern auch an den Fotohonoraren, die die Staatskanzlei zahlen muss.
Dauerpräsenz auf Instagram, schmucke Bilder auf Volksfesten: Markus Söder gehört zu den meistfotografierten Menschen in Bayern. Das spiegelt sich nun auch in den Fotohonoraren der Staatskanzlei.
Die Vorgänge im Niger sorgen international für Nervosität. Evakuierungsflüge ausländischer Staatsbürger werden vorbereitet, drastische Appelle an die neuen Militärmachthaber gerichtet. Gerade in Europa gibt es Staaten, die an Stabilität in dem Land stark interessiert sind.
Dauerpräsenz auf Instagram, schmucke Bilder auf Volksfesten: Markus Söder gehört zu den meistfotografierten Menschen in Bayern. Das spiegelt sich nun auch in den Fotohonoraren der Staatskanzlei wider.
Der nächste Gerichtstermin für den Ex-Präsidenten. Die seltsamen Aktivitäten der Wagner-Gruppe an der Grenze zu Polen. Und: Was ist nur bei der Lufthansa los? Das ist die Lage am Donnerstag.
Mit 90 Fragen läutet die Union noch vor dem Ende der Sommerpause eine neue Runde im Streit ums Heizungsgesetz ein. Sie will damit Konflikte innerhalb der Koalition offenlegen, aber auch Argumente für ein noch ausstehendes Verfahren in Karlsruhe sammeln.
Der demokratisch gewählte Präsident des Niger meldet sich aus dem Hausarrest. In einem Zeitungsbeitrag warnt er vor den Folgen des Militärputsches über sein Land hinaus. Die neue Junta droht derweil den westafrikanischen Nachbarn und entzieht Botschaftern die Mandate.
Auch nach dem Putsch in Niger stationiert Frankreich dort Soldaten. Nun beenden die neuen Machthaber aber die militärische Zusammenarbeit mit der einstigen Kolonialmacht. Was dies für die französische Präsenz in dem Land bedeutet, ist unklar.
Die Lage im Niger verschärft sich. Vermittlungsgespräche scheitern nach Angaben Nigerias am Unwillen der Putschisten. Die benachbarten ECOWAS-Staaten beraten nun, ob sie die angedrohte Militärintervention wahrmachen. Derweil warnt Russland die USA davor, sich einzumischen.
Am Sonntag läuft das Ultimatum der westafrikanischen Staatengemeinschaft ECOWAS an den Niger aus. Derzeit deutet nichts darauf hin, dass sich die Junta davon beeindrucken ließe. Ein Plan für eine mögliche Intervention liegt jetzt auf dem Tisch.
Auf diplomatischer Ebene scheint es im Niger nicht zu einer Einigung zu kommen. Auf ein Ultimatum mehrerer westafrikanischer Staaten reagiert die Militärjunta nicht. Es droht die Eskalation. Ein militärisches Eingreifen könnte die ganze Sahel-Zone destabilisieren.
Die USA schicken ihre Top-Diplomatin in den Niger, um mit den neuen Machthabern zu verhandeln. Davon unbeeindruckt ernennt die Junta einen neuen Premierminister. Eine Militärintervention der westafrikanischen Nachbarn halten Experten inzwischen für unwahrscheinlich.
Im Niger putschen sich die Militärs an die Macht. Doch nun formiert sich Widerstand. Ein Minister der abgesetzten Regierung will den Putschisten die Stirn zu bieten. Als ehemaliger Rebellenführer verfügt er über Einfluss und Erfahrung.
Der nigrische Präsident Bazoum wird Ende Juli vom Militär gestürzt, die Nachbarländer sorgen sich um die Stabilität in der Sahel-Region. Selbst ein militärisches Einschreiten kann nicht ausgeschlossen werden. Um ihre Macht zu festigen, formt die Militärjunta im Niger nun ein Kabinett mit Ministern.
Der gewählte Präsident des Niger, Bazoum, verbringt die Wochen seit dem Putsch mit seiner Familie im Hausarrest. Die Militärjunta kündigt nun an, ihn wegen Hochverrats zu belangen. Auch seine "ausländischen Komplizen" sollen zur Rechenschaft gezogen werden.