Relativ ungerührt registriert die Wall Street die jüngste Leitzinserhöhung der Fed. Der Schritt der Notenbank war allgemein erwartet worden. Der Dow macht erneut leichte Gewinne, der zinsempfindliche Nasdaq verliert nur leicht.
Es ist bereits erwartet worden: Um die anhaltende Inflation zu bekämpfen, hebt die Europäische Zentralbank den Leitzins erneut. Es ist die neunte Anhebung in Folge. Der Leitzins steigt damit um 0,25 Punkte auf 4,25 Prozent - der höchste Wert seit Beginn der Finanzkrise 2008.
In der Türkei nimmt der Anstieg der Verbraucherpreise bedenkliche Ausmaße an. Die neue Chefin der Notenbank will härter gegensteuern. Spielt Präsident Erdoğan mit?
Nach der erneuten Zinsanhebung der EZB rechnen viele mit einem Ende der Leitzins-Erhöhungen. Doch Zentralbank-Chefin Lagarde dämpft die Hoffnung: Die Inflation nehme zwar ab, bleibe aber weiterhin hoch, betont sie. Damit hält sie sich verschiedene Optionen offen.
Nach der Zinsentscheidung der US-Notenbank gerät die Wall Street ins Minus. Unklarheit über den Zinspfad und starke US-Konjunkturdaten sorgen für Spannung. Gleichzeitig überraschen positive Unternehmenszahlen die Märkte. Vor allem McDonald's und Meta melden positive Zahlen.
Der stationäre Einzelhandel taumelt von einer Krise zur nächsten: erst die Online-Konkurrenz, dann die Pandemie - und jetzt vergraulen die steigenden Preise die Kunden. Viele Geschäfte machen dicht. Der Besitzer der Bekleidungskette Wöhrl sagt, warum es auch anders geht.
Beflügelt von der Aussicht auf ein Ende der Zinserhöhungen, geht es für die US-Börsen mit Gewinnen ins Wochenende. Auch die erfreulich laufende Bilanzsaison versetzt die Anleger in Kauflaune. Techwerte profitieren besonders davon.
Es ist der stärkste Rückgang von Einfuhrpreisen seit der Finanzkrise: Im Juni fallen die Kosten für Importe in Deutschland um 14,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Ökonomen erklären die deutliche Abnahme mit einem besonderen Effekt - der auch Verbrauchern zugutekommen dürfte
Die Inflation in Deutschland bleibt hoch, die Wirtschaft tritt auf der Stelle. Weil an den Aktienmärkten aber die Zukunft gehandelt wird, eilt der DAX zum nächsten Rekord. Viele Faktoren stimmen die Anleger zuversichtlich.
Die Optimisten am US-Aktienmarkt können sich vom bisherigen Verlauf der Berichtssaison bestärkt fühlen. Zugleich nimmt auch die Hoffnung auf ein Ende der Leitzinserhöhungen zu. Zum Ende des Monats verbuchen die US-Börsen ein deutliches Plus.
Steigende Energiepreise, weniger Investitionen, fehlende Fachkräfte und starke Abhängigkeiten: Die deutsche Wirtschaft tritt auf der Stelle. Spitzenverbände blicken mit Sorge in die Zukunft - und machen auch die Ampel-Regierung für die Krise verantwortlich.
Der Arbeitsmarkt gilt eigentlich als robust, aber nun machen sich die Konjunkturflaute und die Sommerferien bemerkbar: Die Zahl der Stellensuchenden ist leicht angestiegen.
Energie und Rohstoffe werden teurer, die Auftragslage bleibt gering, die Kauflaune in der Bevölkerung sinkt: Deutsche Großunternehmen ziehen ihre Konsequenzen und wollen einer Umfrage zufolge Investitionen streichen. Die Schuld weisen sie dabei mitunter der Politik zu.
Die türkische Währung steckt in der Krise, die Zentralbank befürchtet 58 Prozent Inflation. Um die Lira zu stabilisieren, soll nun der Abfluss von Devisen ins Ausland gebremst werden.
Die Bundesregierung setzt beim künftigen Rentensystem auch auf Aktien. Das ist bereits innerhalb der Ampel-Parteien umstritten, nun kritisiert auch der Sozialverband den Plan. Die Renditen wären bescheiden, die Wette auf die Zukunft könne scheitern. Drei Dinge sollten stattdessen angegangen werden.