Das Vertrauen der Briten in ihre Supermärkte ist auf einem Tiefpunkt, zeigt eine Umfrage. Aus Sorge vor noch höheren Preisen verschiebt die Tory-Regierung die Brexit-Kontrollen von EU-Lebensmitteln nun zum fünften Mal. Die Opposition sieht darin eine demütigende Kehrtwende der konservativen Hardliner.
Aus Sorge um die Versorgungssicherheit verhängt der Bund vor einem Jahr eine Treuhandverwaltung über die Mehrheitseigner der Ölraffinerie PCK in Schwedt. Damit hat die Bundesnetzagentur praktisch das Sagen bei den Rosneft-Töchtern und in der Raffinerie. Nun könnte die Regelung verlängert werden.
Lange gehört die Bundesrepublik nicht mehr zu den führenden Wirtschaftsnationen – davon geht laut einer Erhebung die Hälfte der Bevölkerung aus. Auch bei den Führungskräften herrscht gedrückte Stimmung.
Bei der IAA in München gehören die elektrischen chinesischen Oberklasse-SUVs zu den Höhepunkten. Das spüren auch die deutschen Autobauer. Ihre Geschäftslage verschlechtert sich drastisch. Besser stellt sich die Lage bei ihren Zulieferern dar, die mit spezifischem Know-how punkten können.
Sparer in der Eurozone sind in den vergangenen 16 Monaten um rund elf Prozent ärmer geworden. Das geht nach SPIEGEL-Informationen aus einem Schreiben der EU-Kommission hervor. Grund sei die schwache Kaufkraft – die weiter sinkt.
In den USA waren im August mehr Menschen ohne Job. Zugleich wurde die Zahl neuer Jobs rückwirkend nach unten korrigiert. Für Anleger genug Zeichen, dass der Zinskurs der Notenbank am Arbeitsmarkt ankommt. Sie erwarten nun, dass die Fed die nächste Anhebung verschiebt.
Herbst und Winter stehen bevor – pünktlich zum Beginn der kühleren Jahreszeit startet die Diskussion, wie man die Strom- und Gaspreise senken und gering halten kann. Die Vorschläge reichen bis zur Wiedereinführung der Atomkraft.
Vor Beginn der Automesse in München redet sich die Chefin des Automobilverbands VDA ihren Frust über Deutschland von der Seele. Noch sei der Standort nicht verloren, aber die Politik sei zu langsam und müsse jetzt massiv aufs Gas treten.
Im Monat August ist die türkische Inflationsrate mit 58,94 Prozent auf den höchsten Stand seit Dezember 2022 geklettert. Die Landeswährung Lira reagiert sofort und gibt weiter nach. Ein anhaltend schneller Preisanstieg könnte eine weitere Anhebung der türkischen Zinssätze bedeuten.
Im Januar soll der Mehrwertsteuersatz im Gastgewerbe wieder von 7 auf 19 Prozent steigen. Der Branchenverband bekräftigt seine Forderung, den Steuersatz niedrig zu halten. Diesen müssten die Betriebe sonst in vollem Umfang an die Gäste weitergegeben.
Fed-Direktor Waller gilt als Befürworter einer straffen Geldpolitik. An der Wall Street werden seine Hinweise auf mehr Vorsicht bei den Zinsstraffungen mit Hoffnung aufgenommen. Allerdings drückt die schwache Konjunktur in China und Europa auf die Stimmung der Anleger.