Die EU will eine humanitäre Luftbrücke für die Menschen im Gaza-Streifen einrichten. "Die Palästinenser im Gaza-Streifen brauchen humanitäre Hilfe", sagt EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen. Die ersten beiden Flugzeuge mit Hilfsgütern für den Gaza-Streifen sollen noch diese Woche Richtung Ägypten starten.
Die Zivilbevölkerung im Gazastreifen braucht derzeit jede Hilfe, die sie bekommen kann. Und die ist vorhanden - nur auf der falschen Seite der Grenze. Am Übergang Rafah warten tonnenweise Hilfsgüter, dass Ägypten die Durchfahrt ermöglicht. Dabei spielen eigene Ängste offenbar eine Rolle.
Nach Angaben des von der Hamas kontrollierten Gesundheitsministeriums steigt die Zahl der Todesopfer im Gaza-Streifen auf 3000. 12.500 Menschen seien zudem verletzt, heißt es. Die Angaben sich nicht überprüfbar. In dem Küstengebiet ist die humanitäre Lage in jedem Fall katastrophal.
Es sei "deutsches Ziel", die Zivilisten im Gazastreifen zu schützen, sagt Bundeskanzler Scholz bei seinem Besuch in Ägypten. Er hofft, dass Grenzübergänge bald für humanitäre Hilfen geöffnet werden. Sein ägyptischer Amtskollege al-Sisi warnt vor einem Kontrollverlust.
Seit Tagen stehen LKW-weise Hilfsgüter an der ägyptischen Grenze zum Gazastreifen. Dort gelangen sie jedoch nicht. Dabei brauchen Hunderttausende Geflohene auf der anderen Seite dringend alles, was sie bekommen können. Eine aktuelle Ankündigung ist ein erster Hoffnungsschimmer.
Nach dem Amngriff der Hamas riegelt Israel den Gazastreifen ab. Drei Wochen später kommen endlich erste Hilfslieferungen für die Zivilbevölkerung an. Doch weitere 155 Lastwagen mit etwa 3000 Tonnen Gütern warten nach wie vor in Ägypten auf Durchfahrt.