Die aktuelle Tarifrunde ist noch gar nicht gestartet, die Fronten sind aber bereits massiv verhärtet. Bahngewerkschafter Weselsky glaubt, dass es ohne Streiks der GDL nicht gehen werde. Das hänge vom Angebot der Bahn ab. Das betrifft auch die Weihnachtsfeiertage.
Lohnerhöhung, mehr Zuschläge, geringere Arbeitszeit, Einmalzahlung: Die Lokführergewerkschaft GDL geht mit hohen Forderungen in die Tarifrunde mit der Deutschen Bahn. Der Konzern möchte nun gleich zum Start ein Angebot vorlegen, um die von GDL-Chef Weselsky als unausweichlich bezeichneten Streiks noch abzuwenden.
Die Deutsche Bahn startet mit einem recht großzügigen Angebot in die Tarifverhandlungen mit der GDL. Doch eine Kernforderung der Lokführergewerkschaft lehnt der Konzern ab. Nun droht Streik.
Die Bahn spricht selbst von einem "großen Schritt": Schon in der ersten Runde legt der Konzern bei den Tarifverhandlungen mit der GDL ein Angebot vor. Nur auf eine der Kernforderung der Gewerkschaft geht die Bahn nicht ein.
Bahn und Lokführergewerkschaft haben zu Beginn der Tarifverhandlungen ihre jeweiligen Positionen ausgebreitet. Dadurch dürfte der Verhandlungsrahmen nach oben und unten abgesteckt sein. Beide Seiten wollen nun kommende Woche weiter Wege zu einem Kompromiss ausloten.
Im Tarifkonflikt zwischen Lokführern und Bahn drohte GDL-Chef Weselsky zuletzt mit Arbeitskampf. Nun appelliert Verkehrsminister Wissing: »Weihnachten gilt als die Zeit des Friedens«, das sollten die Parteien bedenken.