Die Mehrwertsteuer auf Speisen in der Gastronomie liegt seit Juli 2020 wegen der Corona-Krise und der Folgen des Ukraine-Kriegs momentan bei sieben statt bei 19 Prozent. Damit Essengehen nicht zum Luxus wird, pocht die Gastronomie auf eine Verlängerung der Regel.
Hotels, Bars, Restaurants haben in der Corona-Pandemie besonders gelitten. Die Senkung des Mehrwertsteuersatzes auf sieben Prozent hilft, zumindest ein wenig. Dem Bund fehlen aber Milliarden Steuereinnahmen. Ab 2024 sollen einem Bericht zufolge wieder 19 Prozent fällig werden. Einig ist sich die Ampel ab nicht.
Die Gastrolobby hat den Kampf um die abgesenkte Mehrwertsteuer verloren. Statt sieben Prozent Steuer werden wieder 19 Prozent fällig. Ökonomen halten ein Ende der Bevorzugung der Branche für richtig.
Während der Corona-Pandemie hatten Hotels, Bars und Restaurants eine besonders schwere Zeit. Zum Jahresbeginn soll eine Erleichterung aus dieser Zeit - der reduzierte Mehrwertsteuersatz - wieder wegfallen. Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung findet das folgerichtig.
Das Bemühen der Gastrolobby um eine abgesenkte Mehrwertsteuer schien verloren. Doch jetzt weckt Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig neue Hoffnungen.