Sie ist ein Erotik-Model, er ein Rockstar. Kennengelernt haben sich Sheila Kennedy und Axl Rose 1989 in einer New Yorker Disco. Nach ihrer Darstellung soll der Guns N' Roses-Frontmann sie damals brutal vergewaltigt haben. Jetzt verklagt die Frau ihn und fordert Schmerzensgeld für die erlittenen Qualen.
Vor mehr als 30 Jahren soll Axl Rose eine Frau missbraucht haben. Nun hat sie auf Grundlage eines befristeten New Yorker Gesetzes Klage eingereicht. Der Rockstar wies die Anschuldigungen zurück.
Die Vorwürfe gegen Axl Rose, Sänger der weltberühmtem Band Guns N' Roses, wiegen schwer. Ende der 1980er-Jahre soll er eine Frau brutal vergewaltigt haben. Unmittelbar nach Bekanntwerden der Anschuldigung setzt sich der Musiker nun aber massiv zur Wehr. Der Vorfall sei "erfunden", erklärt er.
Vor Gericht legt der jüdische Musiker Gil Ofarim ein Geständnis ab: Der angeblich antisemitische Vorfall hat sich so nie zugetragen. Der Hotelmanager zeigt sich erleichtert. Doch der Fall wirkt nach. Auch der Zentralrat der Juden geht mit dem Sänger hart ins Gericht.
Dass sich Gil Ofarim in seinem Verleumdungsprozess letztlich zu einem Geständnis durchgerungen hat, ist gut. Trotzdem hinterlässt der Musiker einen Scherbenhaufen - für sich und andere. Größten Respekt verdient dagegen der unfreiwillig als "Herr W." bekannt gewordene Hotelmanager.
Der jüdische Musiker Gil Ofarim wollte einen Skandal heraufbeschwören und beschuldigte einen Hotelmitarbeiter in Leipzig des Antisemitismus. Nun entschuldigt er sich und gibt zu: In Wahrheit war es ganz anders.
Ist der Kampf gegen den Antisemitismus geschwächt, weil der Sänger Gil Ofarim einen Vorfall erfunden hat? Das behauptet unter anderem der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung – und offenbart damit ein merkwürdiges Verständnis vom Judenhass.