Für Israels Kampf gegen die Hamas im Gazastreifen zahlt die dortige Bevölkerung einen hohen Blutzoll: Auf jeden getöteten Hamas-Angehörigen kommen zwei tote Zivilisten. Im Süden soll der Kampf präziser geführt werden, heißt es vonseiten der Armee, die inzwischen offenbar auf Chan Junis vorrückt.
Der Gaza-Krieg findet in Chan Junis einen neuen Höhepunkt. In der größten Stadt im Süden des Streifens laufen die bisher heftigsten Kämpfe seit Beginn der Bodenoffensive. Während sich die USA über die weitere Entwicklung des Konflikts sorgen, setzt die israelische Armee das Bombardement fort.
In Chan Junis tobt der Häuserkampf, Israel jagt die Hamas-Führung. Nun wirft die Armee der Terrororganisation vor, Zivilisten erneut als menschliche Schutzschilde zu missbrauchen. Zwölf Raketen seien aus einem Bereich für Flüchtlinge abgefeuert worden. Derweil wächst die Kritik an Israels Vorgehen.
Mehr als 22.000 Ziele im Gazastreifen greift Israel nach eigenen Angaben seit Beginn des Krieges an. Die Armee konzentriere ihre Angriffe nun auf Chan Junis und Gaza-Stadt. Präsident Netanjahu fordert die Terroristen zur Kapitulation auf, die wiederum mit dem Tod der verbliebenen Geiseln drohen.