Erste Zahlen der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu sehen den türkischen Präsidenten Erdogan bei den Präsidentschaftswahlen vorn. Das bezweifelt die Opposition. Die Regierung wirft ihr im Gegenzug "politischen Raub" vor.
Nach Zahlen der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu gewinnt der türkische Präsident Erdogan bei den Präsidentschaftswahlen die Mehrheit der Stimmen. Die Opposition unterstellt der Regierungspartei AKP Trickserei.
Noch vor dem Ende der Auszählung streiten Regierung und Opposition über das Ergebnis der Präsidentschaftswahlen. "Die Fiktion, die mit 60 Prozent angefangen hat, ist mittlerweile auf unter 50 Prozent gesunken", erklärt Oppositionskandidat Kilicdaroglu. Präsident Erdogan kontert mit schweren Vorwürfen.
Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu kann der türkische Präsident Erdogan die Präsidentschaftswahlen nicht im ersten Wahlgang für sich entscheiden. Die Opposition geht davon aus, dass die offiziellen Zahlen noch zu positiv für Erdogan und seine AKP sind.
Der türkische Präsident Erdogan liegt bei der Stimmauszählung vorn. Nach derzeitigem Stand kann er die Präsidentschaftswahlen aber nicht im ersten Wahlgang für sich entscheiden. Die Auszählung der Auslandsstimmen verzögert sich.
Unter den Anhängern der türkischen Opposition mache sich Hoffnungslosigkeit breit, sagt Türkei-Experte Kristian Brakel im Interview mit ntv.de. Er glaubt nicht, dass Oppositionskandidat Kılıçdaroğlu seinen Rückstand bis zur Stichwahl aufholen kann.
Unter den Anhängern der türkischen Opposition herrscht Katerstimmung, sagt Türkei-Experte Kristian Brakel im Interview mit ntv.de. Der allgemeine Eindruck sei, "dass dieses System fast unmöglich zu bezwingen ist".