Bei den Präsidentschaftswahlen in der Türkei gibt es nach Auszählung fast aller Stimmen keinen klaren Sieger. Voraussichtlich muss sich Amtsinhaber Erdogan zum ersten Mal einer Stichwahl stellen. Er gibt sich siegesgewiss, ebenso wie sein Herausforderer Kilicdaroglu.
Ginge es alleine um die Stimmen der in Deutschland lebenden Türkinnen und Türken, müsste Präsident Erdogan nicht in die Stichwahl. Nach Auszählung von knapp 80 Prozent der Stimmen liegt der Amtsinhaber deutlich in Führung. Nur in Berlin hat Herausforderer Kilicdaroglu eine stärkere Basis.
Die Präsidentschaftswahlen in der Türkei gehen in die zweite Runde. Amtsinhaber Erdogan und sein Herausforderer Kilicdaroglu stehen sich am 28. Mai in einer Stichwahl gegenüber. Diese wird wohl durch das nationalistische Lager entschieden. Die wichtigsten Fragen im Überblick.
Erstmals findet in der Türkei eine Stichwahl ums Präsidentenamt statt. Erdogan gibt sich siegesgewiss. Sein Herausforderer Kilicdaroglu kämpft um die Jungwähler, die er bisher nicht erreichen konnte. Der Opposition bleiben nur zwölf Tage.
Für die Stichwahl gegen Amtsinhaber Erdogan ist der Herausforderer auf die Stimmen ultranationalistischer Türken angewiesen. Kilicdaroglu gibt deshalb bereitwillig den Scharfmacher und verspricht, alle Flüchtlinge sofort nach Syrien zurückzuschicken.
Erstmals findet in der Türkei eine Stichwahl ums Präsidentenamt statt. Ob Erdogan im Amt bleibt oder sein Widersacher Kilicdaroglu ihn ablöst, entscheiden auch die im Ausland lebenden Wahlberechtigten. Wie wichtig diesen die Stimmabgabe ist, zeigt ein hitziger Protest an Wahlbedingungen in einigen Ländern.
Noch einmal Erdogan oder nach über zwanzig Jahren eine Wachablösung durch den Sozialdemokraten Kilicdaroglu? Vor der Stichwahl in der Türkei am 28. Mai dürfen im Ausland lebende Türken darüber bereits ab heute mitentscheiden. Bis zum 24. Mai können sie in Konsulaten und Botschaften abstimmen.